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Nachbarschaftshilfe im digitalen Zeitalter

 

Ein neuer Megatrend, der auf einem uralten Prinzip beruht, erobert derzeit unsere Städte: Nachbarschaftshilfe. Als unentgeltliche Form der gegenseitigen Unterstützung hat sie die Kraft, das Gesicht unserer heute weitgehend durch Isolation und die Kommerzialisierung sämtlicher Lebensbereiche geprägten Großstadt-Gesellschaften nachhaltig zu verändern. Unser Einmaleins der Nachbarschaftshilfe präsentiert Dir die Grundsätze des Themas, macht Dich mit dem Phänomen der elektronischen Börsen für Nachbarschaftshilfe bekannt und versorgt Dich mit Beispielen und Informationen zu allen relevanten Aspekten.

Hand aufs Herz, interessierst Du als Städter Dich aktiv für Deine Nachbarn? Kennst Du viele der Menschen in Deinem Wohnumfeld besser? Hast Du Dich zum Beispiel je gefragt, ob die junge Frau, die Du morgens immer mit ihrer bunten Umhängetasche an der Bushaltestelle stehen siehst, vielleicht gut jemanden gebrauchen könnte, der ihr dabei hilft, endlich ihre Küche neu zu streichen? Und ob sie als Physikstudentin dafür eventuell bereit wäre, den Zwillingen Deiner Schwester bei ihren Matheaufgaben zu helfen? Wir raten einmal: Wahrscheinlich eher nicht. 

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Denn obwohl die Menschen heute über soziale Medien näher miteinander verbunden sein könnten als jemals zuvor in der Geschichte, hat die fortschreitende Individualisierung Hand in Hand mit den Gesetzmäßigkeiten unserer kapitalistischen Marktordnung eher den gegenteiligen Effekt bewirkt. Unseren Freunden sind wir dank Instagram, Facebook & Co. zwar heute oft noch näher als früher. Aber von unseren Nachbarn, den Leuten, die nebenan, im Haus gegenüber, wenige Straßen weiter leben, wissen wir meist kaum etwas. Ein großes Potential nützlicher sozialer Kontakte, aus dem frühere Generationen durch gegenseitige Nachbarschaftshilfe noch schöpfen konnten, liegt deshalb in den Städten des 21. Jahrhunderts fast gänzlich brach. 

Zeitbanken und Börsen für Nachbarschaftshilfe wie Zwopr möchten diese Entwicklung stoppen und für eine Renaissance des uralten Prinzips der Nachbarschaftshilfe auch in urbanen Zusammenhängen sorgen. Indem sie Dich und Dein Umfeld auf der Basis einer sehr einfachen zweiteiligen Fragestellung wieder miteinander vernetzen: Wobei brauchst Du gerade Unterstützung? Und wobei könntest Du andere unterstützen?

Dieser Beitrag zeigt Dir, wie Du Dein Leben mit Nachbarschaftshilfe einfacher und interessanter machst, wie Du mit Nachbarschaftshilfe Geld sparen kannst und auf der Basis gegenseitiger Anerkennung neue soziale Kontakte knüpfst. Du erfährst alles über die folgenden Topics der Nachbarschaftshilfe:

1) Die Nachbarschaftshilfe: Das Prinzip Gegenseitigkeit

In intakten Dorfgemeinschaften existiert sie gelegentlich heute noch: Die Nachbarschaftshilfe. Nachbarschaftshilfe basiert auf einem simplen zwischenmenschlichen Mechanismus, der sich in der altbekannten Redensart „Hilfst Du mir, so helf‘ ich Dir“ treffend wiedergegeben findet.

Bevor es allumfassende staatliche und soziale Strukturen gab, war Nachbarschaftshilfe ein essentieller Bestandteil jedes Gemeinschaftslebens. Wer von Krankheit oder plötzlicher Armut betroffen war, konnte auf seine Nachbarn bauen. Weil diese wussten: Sobald es sie selbst träfe, würde die Gemeinschaft sie ebenfalls mit Nachbarschaftshilfe auffangen.

Nachbarschaftshilfe in vormodernen Zeiten

Nachbarschaftshilfe beschränkte sich jedoch auch in diesen vormodernen Zeiten nicht auf Notsituationen. Nachbarschaftshilfe war auch im Alltag gang und gäbe. Das intensive soziale Miteinander begünstigte einen regen Austausch von Dienstleistungen auf gegenseitiger Basis. Kannst Du mein Kleid flicken? Dann helfe ich Dir, die Äpfel in Eurem Garten zu ernten. Zieht Ihr mit Eurem Pferd unseren Karren aus dem Schlamm? Dann leihen wir Euch die große Leiter, die Säge und den Zimmermannshammer.

Oft bedurfte es nicht einmal der Aussprache solcher Gegenseitigkeiten, Nachbarschaftshilfe war in Dörfern und den Mikrobezirken der Städte derart tief im kollektiven Bewusstsein verankert, dass es ohne große Worte dazu kam. Allerdings hatten schon damals alle Beteiligten einen feinen Sinn für Ausgewogenheit bei der alltäglichen Nachbarschaftshilfe. Es galt als Konsens, der Gemeinschaft nach Möglichkeit an Nachbarschaftshilfe wenigstens genau soviel zurückgeben zu wollen, wie jeder selbst an Nachbarschaftshilfe empfing.

Nachbarschaftshilfe in unserer Zeit

Nachdem die Nachbarschaftshilfe wie eingangs ausgeführt seit einigen Jahrzehnten im städtischen Raum immer mehr an Bedeutung verloren hat, erlebt sie in der letzten Zeit gerade dort eine Erneuerung. Vor allem Stadtmenschen in der erweiterten Jugendphase ihrer Biographie und Angehörige älterer Generationen entdecken Nachbarschaftshilfe für sich. Nicht zuletzt sehen sie in der Nachbarschaftshilfe eine Möglichkeit, sich und anderen Ausgaben zu ersparen und den Korridor der Kommerzialisierung aller Lebensbereiche wieder schmaler zu machen.

Viele betrachten die Erneuerung der Nachbarschaftshilfe darüber hinaus als eine Art konstruktive Form der Systemkritik, die marktwirtschaftliche Dienstleistungen und staatliche Fürsorge stärker durch einen dritten Sektor des menschlichen Miteinanders ohne finanzielle Interessen ergänzen will. Diese Sichtweise auf Nachbarschaftshilfe folgt einer bereits anderthalb Jahrhunderte alten Traditionslinie, die bis zu den Hypothesen des russischen Geographen und Anarchisten Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842 bis 1921) zurückreicht. Kropotkin sah die im ganz direkten Kontakt vollzogene gegenseitige Hilfe unter Menschen und Tieren als notwendige Grundlage allen Seins an. 

Nachbarschaftshilfe: Eine Minimaldefinition

Es ist gar nicht so einfach, den weiten Bereich der Nachbarschaftshilfe einzugrenzen, da die Möglichkeiten so vielfältig sind, sich unter Nachbarn gegenseitig zu helfen und in den verschiedensten Lebenslagen zu unterstützen.

Im weiteren Sinne bezeichnet Nachbarschaftshilfe jede Form der gegenseitigen Hilfe unter Nachbarn, auch wenn dabei zum Beispiel kleinere Beträge als Entlohnung gezahlt werden, wie es bei der Nachhilfe oder beim gelegentlichen Rasenmähen durch Schüler der Fall ist. 

Gemäß einer engeren Definition umfasst Nachbarschaftshilfe ausschließlich nachbarschaftliche Leistungen, bei denen die Gegenleistung nicht mit Geld erfolgt, sondern stattdessen in mit der jeweils erbrachten Leistung vergleichbarer Form.

Wie kann Nachbarschaftshilfe heute funktionieren?

Im Prinzip so wie früher. Allerdings lassen sich die verschwundenen sozialen Strukturen, auf deren Grundlage das historische Miteinander der Nachbarschaftshilfe auch in städtischen Räumen funktioniert hat, nicht einfach so wiederherstellen. Genau an diesem Punkt kommen Zeitbanken und Börsen für Nachbarschaftshilfe wie Zwopr ins Spiel. Denn Zwopr bringt Dich als soziale Plattform mit den Menschen zusammen, denen Du helfen kannst. Sowie mit denen, die das Zeug und die Zeit haben, Dich zu unterstützen.

Dabei bleibt Geld komplett außen vor. Gemäß der oben vorgestellten, engeren Definition der Nachbarschaftshilfe arbeiten Zeitbanken ausschließlich mit Zeitguthaben. Für jede Form der Nachbarschaftshilfe bekommst Du Zeit gutgeschrieben. Zeit, in der ein anderer Dich bei den Dingen unterstützt, die Du alleine nicht schaffst und deshalb vielleicht schon lange vor Dir herschiebst.

Die strikte Geldlosigkeit bei der Nachbarschaftshilfe hat für Zwopr in erster Linie ideelle Gründe. Beim Thema Nachbarschaftshilfe gibt es jedoch zudem einige rechtliche Aspekte zu beachten.

2) Rechtliche Aspekte der Nachbarschaftshilfe

Um ein ganzheitliches Verständnis für Nachbarschaftshilfe zu entwickeln, solltest Du Dir die rechtlichen Aspekte bewusst machen, die bei der Nachbarschaftshilfe eine Rolle spielen:

  • Die Grenze der Nachbarschaftshilfe zur Schwarzarbeit
  • Die Grenze der Nachbarschaftshilfe zu Haushaltsnahen Dienstleistungen
  • Versicherungsrechtliche Aspekte

Als oberste Regel gilt: Sofern Du kein Geld erhältst, gibt es kaum gesetzliche Limitierungen, die Du bei der Nachbarschaftshilfe beachten musst. Außer natürlich die Deiner persönlichen Möglichkeiten, Freizeit für Nachbarschaftshilfe flott zu machen. 

Es existieren allerdings Bereiche, die von der Nachbarschaftshilfe ausgenommen sind, zum Beispiel die Hilfe bei der Einkommenssteuererklärung. Nachbarschaftshilfe ist darüber hinaus nur bestimmten Personen gegenüber erlaubt. Der Gesetzgeber hat genau festgelegt, wer zu diesem Personenkreis zählt, dem Du Nachbarschaftshilfe gewähren und von dem Du Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen darfst:

  • Menschen, die im gleichen Straßenzug oder Stadtteilbereich leben wie Du, die eigentlichen Nachbarn also
  • Menschen, mit denen Du persönlichen Umgang hast, also etwa befreundet oder im gleichen Verein organisiert bist
  • Menschen, die zu Deinen Angehörigen zählen, wie Deine Verwandten, Dein Ehe- oder Lebenspartner und dessen Verwandte etc.

Als zusätzliche Faustregel gilt: Je weiter entfernt derjenige wohnt, desto intensiver muss Deine persönliche Beziehung zu der Person sein, der Du Nachbarschaftshilfe gewährst.

Abgrenzung zwischen Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit

Die obigen Bestimmungen sollen sicherstellen, dass Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit klar voneinander unterscheidbar bleiben. Hilfst Du zum Beispiel einem Nachbarn zwei Straßen weiter unentgeltlich beim Fliesenlegen, weil Du es kannst, nehmen Behörden wie Zoll und Finanzamt Dir das ohne weiteres als Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit ab. Wirst Du jedoch in einem ganz anderen Stadtteil beim Fliesenlegen angetroffen und willst Dich auf Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit berufen, schauen sie genauer hin.

Ein weiteres wichtiges Präjudiz für die Grenze zwischen Nachbarschaftshilfe und Schwarzarbeit ist die sogenannte Gewinnerzielungsabsicht. Sie kommt als zu beachtender Faktor sofort ins Spiel, sobald bei Nachbarschaftshilfe Geld für Leistungen fließt und liegt selbst bei geringen Beträgen fast immer vor, wenn jemand regelmäßig für seine Tätigkeit eine Entlohnung erhält. Dann wird aus Nachbarschaftshilfe Schwarzarbeit.

Abgrenzung zwischen Nachbarschaftshilfe und Haushaltsnahen Dienstleistungen

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind per definition alle Tätigkeiten, die auch ein Haushaltsangehöriger erledigen könnte. Zum Beispiel Fensterputzen, Kochen, Bügeln, leichtere Gartenarbeit etc. Auch hier dreht sich alles um die Frage, ob für die geleistete Nachbarschaftshilfe Geld fließt. Ist das der Fall, entsteht bei Haushaltsnahen Dienstleistungen automatisch ein Beschäftigungsverhältnis, welches als Minijob anzumelden ist. Selbst wenn es „nur“ um Deinen direkten Türnachbarn geht, der für die Übernahme Deines Flurdienstes jedes Mal zwanzig Euro erhält.

Handelt es sich hingegen um unentgeltliche Nachbarschaftshilfe, sieht der Fall anders aus. Wo kein Geld fließt, gibt es nichts zu melden oder zu „verzollen“, es liegt dann auch im Bereich der Haushaltsnahen Dienstleistungen immer Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit vor.

Versicherungsrechtliche Aspekte der Nachbarschaftshilfe

Grundsätzlich bist Du bei der Nachbarschaftshilfe nicht wie am Arbeitsplatz gesetzlich unfallversichert, sondern wie in Deiner Freizeit lediglich durch Deine normale Krankenversicherung geschützt. Davon gibt es jedoch eine Ausnahme. 

Den erweiterten Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung genießt Du dann, wenn es sich bei der im Rahmen der unentgeltlichen Nachbarschaftshilfe ausgeübten Tätigkeit um eine ernstliche von wirtschaftlichem Wert handelt, wie es zum Beispiel bei Bau- und Montagearbeiten regelmäßig der Fall ist. Maßgeblich dabei: Ob die Arbeitssituation während der Nachbarschaftshilfe strukturell und organisatorisch mit einer solchen vergleichbar ist, die vorliegen würde, wäre eine Fachfirma mit der Durchführung beauftragt worden.

3) Beispiel I: Nachbarschaftshilfe durch Pflege im Alter

Um die Nachbarschaftshilfe nach diesen grundsätzlichen und rechtlichen Erläuterungen für Dich noch anfassbarer zu machen, möchten wir nun konkreter werden. Unsere beiden Praxisbeispiele helfen Dir, ein Gespür für ein besonders spezifisches Moment der Nachbarschaftshilfe zu entwickeln: Das über die Erkennung eigener Bedarfslagen hinausgehende Verständnis für die Bedarfslagen anderer Menschen.

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Hedwig, 74, Berlin

Die verwitwete Steuerfachangestellte im Ruhestand ist geistig noch sehr rüstig und über ihr Smartphone viel in den sozialen Medien und im Internet unterwegs. Wegen ihrer nachlassenden körperlichen Fähigkeiten hat sie einen Anspruch auf häusliche Pflege. Trotzdem fühlt sie sich oft allein. Sie wünscht sich Ansprache und Besuch sowie Nachbarschaftshilfe und Pflege auch im sozialen, zwischenmenschlichen Bereich.

In einem Diskussionsforum erfährt Hedwig von Zwopr und den vielen Möglichkeiten in Sachen Nachbarschaftshilfe und Pflege. Nach anfänglicher Begeisterung hat sie jedoch Zweifel. Natürlich: Nachbarschaftshilfe, Pflege und neue soziale Kontakte könnte sie gut gebrauchen. Aber was hat sie anzubieten? Ihre Pflegerin meint: Eine Menge! Sie redet Hedwig gut zu, sich anzumelden.

Ein paar Wochen später hat sich Hedwigs Lebenssituation verändert. Sie ist jetzt Vorleseoma für die Kinder von zwei Familien, die eine Straße weiter leben. Außerdem lektoriert sie Bewerbungen und unterstützt Arbeitslose aus ihrem Viertel bei der Führung der Korrespondenz mit dem Jobcenter. Auch im Bereich Steuern hätte sie ihre Nachbarschaftshilfe aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen gerne angeboten, dieses Thema hat der Gesetzgeber jedoch ausdrücklich von der Liste der bei Nachbarschaftshilfe statthaften Tätigkeiten verbannt.

Im Gegenzug erhält Hedwig per Nachbarschaftshilfe Pflege sowie zusätzliche Betreuungsleistungen von zwei reizenden Damen, die eigens Lehrgänge für diese Art der Nachbarschaftshilfe durch Pflege besucht und über die sich außerdem ganz neue Kontakte ergeben haben. Online ist Hedwig immer noch oft. Sie diskutiert dort mit anderen über Nachbarschaftshilfe und Pflege, gibt Betroffenen Tipps und unterstützt sie.

4) Beispiel II: Nachbarschaftshilfe beim Umzug

Nachbarschaftshilfe bietet nicht nur Beistand in alltäglichen, sondern auch und gerade in Ausnahmesituationen, in denen man auf mehrere helfende Hände bauen muss. Nachbarschaftshilfe und Umzug passen daher gut zusammen.

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Mahmoud, 24, Düsseldorf

Mahmoud lebt seit 2016 in Deutschland und hat sich 2017 bei Zwopr angemeldet, um seine deutschen Sprachkenntnisse durch Nachbarschaftshilfe weiterhin zu verbessern. Für ihn war das Konzept Nachbarschaftshilfe von Anfang an einleuchtend, da er solche Strukturen aus seinem Herkunftsland gewohnt ist. Außerdem ist er sehr hilfsbereit und geschickt in vielen handwerklichen Zusammenhängen.

Am Anfang des zweiten Lehrjahres seiner Ausbildung zum Mechatroniker beschließt Mahmoud, mit Nachbarschaftshilfe den Umzug aus der elterlichen in eine eigene kleine Wohnung zu wagen, um endlich unabhängiger zu sein. Weil er in letzter Zeit sehr viel öfter Nachbarschaftshilfe für andere geleistet hat als selbst Nachbarschaftshilfe in Anspruch zu nehmen, weist sein Zeitkonto bei Zwopr ein sattes Guthaben aus. Über die Zwopr-Plattform findet er schnell Nachbarschaftshilfe für den Umzug. Nicht nur Umzugshelfer, sondern außerdem jemanden, der ihm gebrauchte Umzugskartons schenkt, und eine Frau, die ihren Transporter für die Nachbarschaftshilfe beim Umzug und sich selbst als Fahrerin zur Verfügung stellt.

Dank der tatkräftigen Unterstützung lichtet sich in Mahmouds neuer Wohnung bereits am Abend das Chaos, das auch bei Nachbarschaftshilfe jeder Umzug zwangsläufig mit sich bringt. Kleinere Schönheitsreparaturen, die er eigentlich später erledigen wollte, sind durch Nachbarschaftshilfe beim Umzug bereits erledigt, Teppiche im Wohn- und Schlafzimmer verlegt, alle Möbel aufgebaut.

5) Mit Zwopr sofort durchstarten in Sachen Nachbarschaftshilfe

Zwopr ist als Plattform und zentrale Vermittlungsplattform für Nachbarschaftshilfe konzipiert. Die Zwopr-Plattform ist intuitiv bedienbar und übersichtlich gestaltet. Nach der Anmeldung kannst Du verschiedene Features nutzen, um innerhalb der Grenzen Deines selbst bestimmten Suchradius’ Deine Hilfegesuche bekannt zu machen und auf Hilfegesuche zu reagieren. Über Dein Profil legst Du die Bereiche fest, in denen Du öfter Hilfe brauchst und die, in denen Du anderen helfen kannst. Das System benachrichtigt Dich über alle Matches mit Menschen in Deiner Community, die Dich unterstützen wollen oder Deine Unterstützung brauchen. Außerdem kannst Du spezielle Anliegen als ausführliches Hilfegesuch posten.

Natürlich umfasst Nachbarschaftshilfe nicht nur Großprojekte wie Umbauten und Nachbarschaftshilfe beim Umzug oder Situationen, die wie Nachbarschaftshilfe bei Pflege besondere Kenntnisse erfordern. Auch viele kleine Dinge sind gefragt.

Du suchst einen Tiersitter? Jemanden, der Deinen Hund Gassi führt oder ihn für Dich zum Tierarzt bringt? Der Deine Katze füttert, Dein Pferd ausreitet? Brauchst eine Person, die für Dich Fenster putzt, Deine Blumen gießt, wenn Du verreist bist, oder Dein Badezimmer mal wieder auf Vordermann bringt? Die zeitnah vorbeikommt, wenn es einen Reifen zu flicken gibt oder Dein Fahrrad auf andere Art kaputt ist? Zwopr bringt Dich mit ihr oder ihm über die Plattform ganz automatisch zusammen.

Bei jeder Art der Nachbarschaftshilfe sammelst Du Zwopr-Stunden auf Deinem Zeitkonto. Du hast dem netten Maschinenbaustudenten geholfen, seine Hausarbeit Korrektur zu lesen, und die Nachbarschaftshilfe hat zwei Stunden gedauert? Die überweist er Dir im Anschluss von seinem Zeitkonto bei Zwopr auf Deines. Und Du „bezahlst“ mit dieser Zeit jemand anderen, der Dich zum Beispiel zwei Stunden lang mit Nachbarschaftshilfe beim Kuchenbacken für den nächsten Kindergeburtstag unterstützt.