Gen Z und Millenials, Gruppe junger Menschen

So halten Sie GenZs und Millennials nachhaltig in Ihrem Unternehmen

Inhalt

Seit einiger Zeit wird in der Arbeitswelt deutlich, “die jungen Leute” haben ein anderes Verständnis von ihrer Arbeit als vorherige Generationen. So fordern GenZs (2000-2010) und Millenials (1980-2000) mehr Freiheit, Flexibilität, mehr Transparenz in Unternehmen und Chancengleichheit, was die Karriere angeht. Sie hinterfragen damit den Status Quo und in Zeiten des Fachkräftemangels ist klar: Unternehmen müssen umdenken und sich auf die nächsten Generationen vorbereiten.

GenZ und Millenials: Das neue Arbeitsverständnis

Wie Umfragen von führenden Beratungsunternehmen wie Deloitte und EY zeigen: Für die GenZs und Millennials geht es nicht um das große Geld und “das Landen in der Chefetage”. Nein, die eigene Zeit wird neu priorisiert und Karriere ist oftmals nur “ein” und nicht “der” Fokus.

Nichtsdestotrotz kommen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, Unsicherheiten hinzu, was die eigenen Finanzen und die Jobsicherheit angeht. Auch bei Themen wie Geschlechtergleichheit und Rassismus am Arbeitsplatz haben die Generationen GenZ und Millennials klare Erwartungen an ihren Arbeitgebenden, Missstände zu verbessern.

Das Arbeitsverständnis der GenZ und Millennials:

  • Das Privatleben hat einen hohen Stellenwert
  • Wertevorstellung vor Gehalt
  • Psychische Gesundheit braucht mehr Beachtung
  • Diskriminierende Strukturen hinterfragen

Das Privatleben hat einen hohen Stellenwert

“Familie steht an erster Stelle”

Wie eine Studie unter 2.000 Studierenden (2020) von EY zeigt, geben 7 von 10 Studierenden an, die eigene Familie an erster Stelle zu sehen. Erst auf Platz vier kommt der berufliche Aufstieg. Damit einher gehen das Verlangen nach mehr Flexibilität und das Arbeiten im Homeoffice.

“25% der Millennials und 22% der GenZs geben an, dass sie sich nach der Pandemie von ‚ein bisschen‘ zu ’sehr viel weniger im Büro arbeiten‘ entwickeln möchten.”

(Studie von Deloitte 2021).

Unternehmen müssen hier oftmals noch nachbessern und flexiblere Arbeitsmodelle schaffen. Intern sollte sich bewusst gemacht werden, für die eigene Employer Brand ist Flexibilität mittlerweile ein Muss.

Wertevorstellung vor Gehalt

Gen Z und Millenials positionieren sich zu Themen wie dem Klimawandel und Menschenrechen in Unternehmen wie folgt:

54% erachten die Einhaltung von Menschenrechten für sehr wichtig, 35% für wichtig

52% erachten den Klimaschutz für sehr wichtig,  35% für wichtig

(EY, 2020)

Wie die Umfrage zeigt, sind Fokusthemen der jungen Generation, was den eigenen Arbeitsplatz angeht, das Einhalten von Menschenrechte und der Klimaschutz. Doch nicht nur das:

“Etwas weniger als die Hälfte der Millennials und der GenZ denken, dass die Wirtschaft einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat.“ Deloitte, 2021

Die Studie zeigt klar, Unternehmen müssen transparenter agieren, um junge Erwachsene an sich zu binden. Denn diese Faktoren sind für die junge Generation entscheidend bei der Jobwahl. Dabei geht es nicht nur um die Kommunikation nach außen, sondern ganz fundamental um die internen Unternehmenspraktiken und den Mehrwert für die Gesellschaft.

Zwopr hilft ihnen die junge Generation nachhaltig in ihre Firma einzubinden, kontaktieren Sie uns.

Idealerweise könnte durch einen Wandel von Unternehmen, gutes Gehalt und Mehrwert der Arbeit in einem Job vereint werden.

Mehr darüber, wie Sie mit Corporate Volunteering und Co. ihre Employer Brand stärken können, finden Sie in diesem Artikel: Was ist Corporate Citizenship?

Tipp: Zwopr bietet ein digitales Tool um CSR-Maßnahmen und Team-Zusammenhalt spielerisch in Ihr Unternehmen zu bringen. In der App bieten digitale Räume die Möglichkeit Unternehmenskultur zu verbessern und mit Corporate-Volunteering-Projekten Ihre Employer Brand zu stärken.

Psychische Gesundheit von Arbeitnehmenden fördern

Die Fakten:

  1. Nach Deloitte, geben 31% der Millennials und 35% der Generation Z an, dass sie aufgrund von Stress und Ängsten in der Corona-Pandemie eine Auszeit von der Arbeit genommen haben. 
  2. Von den Übrigen, welche sich nicht freigenommen haben, geben 40% an, ständig gestresst gewesen zu sein. 
  3. Des Weiteren haben nur 32% offen darüber mit ihren Vorgesetzten oder Arbeitgebern gesprochen.

Die psychische Gesundheit von Mitarbeiter:innen ist nach wie vor an vielen Arbeitsplätzen ein Tabu-Thema. In Zeiten der Corona-Pandemie leiden jedoch immer mehr Menschen unter Zukunftsängsten. Vor allem die junge Generation sorgt sich um die eigene Jobsicherheit. Die Thematisierung von diesen Ängsten im Unternehmen könnte deutlich zur psychischen Gesundheit von Arbeitnehmenden beitragen. 

Tipp: Dabei ist klar, ein erster Anstoß zur Thematisierung der psychischen Gesundheit muss von Vorgesetzten erfolgen, denn Mitarbeiter:innen haben oftmals Angst auf mangelnde Unterstützung und Diskriminierung zu stoßen.

Stress bei der Arbeit vermeiden

Bei der psychischen Gesundheit von Arbeitnehmenden geht es natürlich auch um Stress durch den Job.

Allgemein geben mehr als 41% der Millennials und 46% der GenZ an, dass sie sich ständig oder meistens gestresst fühlen, wobei Frauen jeweils deutlich stärker betroffen sind als Männer.

(Deloitte, 2021)

Dies kann kein Dauerzustand sein, Mitarbeitende möchten langfristig bei ihrer Arbeit glücklich sein. Psychische Gesundheit im Job sollte deshalb besser und häufiger kommuniziert werden. Stressprävention durch den kontinuierlichen Dialog ist hier ein Muss, um Mitarbeitende dauerhaft zu entlasten und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Diskriminierende Strukturen hinterfragen

“Mindestens ein Fünftel der GenZs und Millenials gaben an, dass sie sich aufgrund eines Aspekts ihrer Herkunft „ständig“ oder häufig persönlich diskriminiert fühlen. Mehr als die Hälfte sieht die ältere Generation als Hindernis für den Fortschritt.” (Deloitte, 2021)

Aufruf zu mehr Diversität!

“60% der GenZs und 56 % der Millennials halten systemischen Rassismus als sehr oder ziemlich weit verbreitet in der allgemeinen Gesellschaft.” 

Große Protestaktionen wie die „Black Lives Matter“-Bewegung haben die öffentliche Debatte um Diversität und Gleichberechtigung in den Fokus gerückt. Auch für Unternehmen wird die Bekämpfung von Rassismus in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema sein, wenn sie die junge Generation halten wollen.

Tipp: Setzen Sie sich für mehr Inklusion ein und begrüßen Sie Bewerber aus allen Herkunftsbereichen! Denn Diversität fördert nicht nur ihre Employer Brand, sondern auch die Produktivität und Erfolgschancen, wie zum Beispiel Studien von Mckinsey (2018) zeigen.

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Fazit

Die Gesellschaft ist im ständigen Wandel und mit ihr das Arbeitsverständnis der jungen Generation. Jetzt gilt es für Arbeitgebende mit offenem Ohr zuzuhören und sich an die Bedürfnisse der zukünftigen Arbeitnehmenden anzupassen. Während es vorherigen Generationen um das große Geld ging, spielen heutzutage soziale und nachhaltige Themen eine immer größere Rolle. 

Tipp: Nachhaltige Unternehmensbindungen hängen neben den Konditionen des Arbeitsverhältnisses auch mit dem Onboardingprozess und dem Arbeitsklima zusammen. Im Folgenden sind die Themen noch im Detail behandelt. 

Verwandte Themen sind auch:

Quellen:

EY Studie (2020) “EY Studierendestudie 2020: Werte Ziele und Perspektiven”

https://persoblogger.de/download/ey-studierendenstudie-2020-werte-ziele-perspektiven/

Deloitte (2021) “Millennial Survey 2021” https://www2.deloitte.com/de/de/pages/innovation/contents/millennial-survey.html 

McKinsey (2018) ”Delivering through diversity” https://www.mckinsey.com/business-functions/organization/our-insights/delivering-through-diversity