Unternehmenswerte und Culturefit: Kolleginnen beugen sich lachend über Handy

Unternehmenswerte und Culture Fit: Den passenden Arbeitsplatz finden

Inhalt

Ob im Umgang mit den Kolleg:innen am Arbeitsplatz oder bei der Firmenzielsetzung spielen Unternehmenswerte eine wichtige Rolle. Den richtigen Culture Fit (dt. kulturelle Übereinstimmung) zu finden ist dabei gar nicht so einfach. Kriterien wie die Kommunikation, der Umgang intern aber auch die Unternehmensvision beeinflussen das Arbeitserlebnis maßgeblich. Dabei erwarten immer mehr Menschen von ihren Arbeitgebenden neben den eigenen Unternehmenszielen auch einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Die Bedeutung des Culture Fit

Ob bereits im Job oder noch auf der Suche, in beiden Situationen lohnt es sich die eigenen Interessen und Werte mit den Unternehmenszielen zu vergleichen. Diesen Abgleich nennt man den „Culture fit“. Sowohl Arbeitnehmende als auch -gebende profitieren in dem, darauf folgenden Arbeitsverhältnis, wenn der Culture Fit passt. 

Studien haben gezeigt, dass Arbeitnehmende, die hinter ihrem Unternehmen stehen dementsprechend engagierter arbeiten. Von engagiert Mitarbeitenden profitieren Unternehmen in allerlei Hinsicht:

  • Unternehmen mit engagierten Mitarbeitenden sind profitabler (Kruse, 2012)
  • Sie sind widerstandsfähiger in Krisenzeiten (Harter et al. 2020)
  • Engagiert Mitarbeitende sind zufriedener am Arbeitsplatz und auch Zuhause (Rodríguez-Muñoz, A. et al., 2014)

Somit profitieren beide Seiten davon, wenn Arbeitnehmende von den Arbeitspraktiken und der Unternehmenskultur am Arbeitsplatz überzeugt sind.

Was können Arbeitnehmende in der eigenen Firma verändern?

Damit Mitarbeiter:innen zufrieden und engagiert im eigenen Unternehmen sind, spielen verschiedene Faktoren, darunter die Kommunikation und die Unternehmensmission, eine wichtige Rolle. Dabei müssen neue Impulse nicht nur von der Firmenleitung kommen. Auch Arbeitnehmende können Initiativen schaffen und Praktiken kritisch hinterfragen, um die Firma zu verbessern. Denn Unzufriedenheiten und negative Energien schaden allen Beteiligten.

Kommunikation

Unzufriedenheit am Arbeitsplatz lässt sich durch konstruktive und professionelle Kommunikation lösen. Bei dem Thema Unternehmenspraktiken bedarf es natürlich einer gewissen Subtilität, mit welcher das eigene Anliegen hervorgebracht werden sollte. Trotzdem sollten die Dinge, die der eigenen Meinung nach falsch laufen, angesprochen werden.

Tipp: Situationen, welche Unzufriedenheit auslösen, können auf größerer und kleinerer Ebene entstehen. Im persönlichen Aufgabenbereich ist es unbedingt ratsam, Probleme anzusprechen und eine Lösung zu finden. Auch im großen Rahmen darf man Dinge kritisch hinterfragen und eine Diskussion lostreten. Nur so kann ein Wandel intern stattfinden.

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CSR: gewusst wie

Corporate Social Responsibility: „Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen.“

(CSR in Deutschland, 2021)

CSR ist das Tool des Wandels um Nachhaltigkeit und Soziales ins Unternehmen zu bringen, dabei muss dieser Wandel aber auch bei den Mitarbeiter:innen ankommen. Auch Arbeitnehmende können die Initiative ergreifen, um das eigene Unternehmen sozialer zu gestalten. Ob im eigenen Team oder im monatlichen Firmenmeeting können Themen angestoßen werden. Die Durchführung von CSR-Maßnahmen können dann im Verlauf nach dem folgenden Schema evaluiert werden.

Tipp: Die Zwopr App ist ein Tool, um interne Unternehmenskultur und CSR zu verbessern. In verschiedenen Channels können hier Kolleg:innen gemeinsam Corporate Volunteering Projekten beitreten, sich bei Alltagsaufgaben helfen und andere Events organisieren. Durch die Channels wird der Zusammenhalt im Unternehmen mit einem guten Zweck gestärkt.

Was heißt das jetzt, den passenden Arbeitsplatz finden? 

Die Jobwahl: Sich kritisch hinterfragen

Dabei ist es wichtig, sich zu fragen: 

  • Sind die Unternehmenswerte mit meinen eigenen vereinbar? 
  • Für welche Arbeitsbereiche möchte ich als Arbeitnehmender zuständig sein? 
  • Belastet mich eine bestimmte Aufgabe oder der Arbeitsplatz und warum? 

Gründe die gegen ein Unternehmen sprechen, können vielzählig sein: Unternehmenspraktiken, die interne Kommunikation, Fehlerkultur, Kundenprofile und und und.​​ Bei der Suche nach dem idealen Arbeitsplatz geraten wir dabei oft in ein Dilemma. So stehen sich zum Beispiel die Interessen Gehalt und Werte gegenüber.

Soll es bei der Jobwahl die internationale Consultingfirma werden oder doch lieber das nachhaltige Startup? Zwischen den Gehältern liegen hier oftmals Welten, zwischen den positiven sozialen Einflussnahmen auf Umwelt und Gesellschaft häufig auch.

Umso wichtiger ist es als Berufseinsteiger:innen verschiedene Bereiche auszuprobieren, zum Beispiel in Form eines Praktikums, darunter kleinere und größere Unternehmen und vielleicht auch verschiedene Märkte. 

Es ist auch klar, nicht jeder hat den Luxus aufgrund fraglicher Unternehmenswerte schnell den Arbeitsplatz zu wechseln. Steht der Jobwechsel jedoch an, gibt es ein paar Faktoren zu beachten.

Das Unternehmen recherchieren

Ganz wichtig ist es, das Unternehmen gründlich und auf verschiedene Art und Weise zu recherchieren:

  • Äußeres Image der Firma in der Presse 
  • Auf Websites, wie zum Beispiel Kununu, unterschiedliche Reviews lesen.
  • Mitarbeitende oder ehemalige Mitarbeitende über LinkedIn befragen
  • Entsprechende Fragen für das erste Vorstellungsgespräch vorbereiten

Äußeres Image der Firma in der Presse 

Abgesehen von dem Blick auf die Firmen-Website, lohnt es sich auch Pressemitteilungen zu durchforsten. Ob positive oder negative Kritik, beides kommt oftmals nicht von ungefähr und bietet eine kritische Evaluierung des Firmenimages.

Auf Websites wie Kununu Reviews lesen.

Gelesene Kritiken lassen sich dann auf Jobbörsen-Plattformen wie Kununu überprüfen. Hier können bestehende Arbeitnehmende oder Ex-Kolleg:innen eine Bewertung über die Firma schreiben und Kategorien wie die Unternehmenskultur, Gehälter, interne Kommunikation etc. bewerten. 

Tipp: Wichtig ist dabei Muster zu erkennen, die sich in verschiedenen Bewertungen abzeichnen.

Mitarbeitende oder ehemalige Mitarbeitende über LinkedIn befragen

Eine dritte Möglichkeit, Informationen über interne Unternehmenspraktiken in Erfahrung zu bringen, ist LinkedIn. Hier können ehemalige oder derzeitige Mitarbeitende angeschrieben werden und bieten somit noch einmal eine dritte Backup-Methode.

Fragen für das erste Vorstellungsgespräch 

Im nächsten Schritt, beim Vorstellungsgespräch, können die gesammelten Informationen dann überprüft werden. Als Inspiration haben wir hier ein paar Punkte gesammelt.

  • CSR-Maßnahmen des Unternehmens erfragen
  • Kundenprofile und Branchen recherchieren
  • Eigene Aufgabenbereiche klar definieren lassen
  • Das Thema Kommunikation und Konfliktmanagement ansprechen 
  • Eigene Werte klar kommunizieren und abgleichen
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Fazit: Was wir daraus lernen sollten

Bei der eigenen Unternehmenswahl spielt der Culture Fit eine wichtige Rolle. Unternehmenswerte und -praktiken beeinflussen nicht nur die Performance, sondern auch das eigene Wohlempfinden bei der Arbeit. Es kann im eigenen Aufgabenbereich oder in der Firma allgemein zu Praktiken kommen, die aus moralischer Sichtweise für den Mitarbeitenden nicht vertretbar sind. Deshalb gilt es kritisch zu hinterfragen: „Möchte ich das unterstützen und wie könnte ich Initiative ergreifen und Probleme verbessern?“

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Quellen:

Kruse, K. (2012) ´What Is Employee Engagement?´ Forbes

Verfügbar unter: https://www.forbes.com/sites/kevinkruse/2012/06/22/employee-engagement-what-and-why/?sh=7c7729597f37  

Harter, James K., et al. „Increased Business Value for Positive Job Attitudes during Economic Recessions: A Meta-Analysis and SEM Analysis.“ Human Performance 33.4 (2020): 307-330.

Rodríguez-Muñoz, A. et al. „Engaged at work and happy at home: A spillover–crossover model.“ Journal of Happiness Studies 15.2 (2014): 271-283.